# Perplexity für Immobilienmakler

> Wofür Perplexity im Maklerbüro taugt: Lage, Gemeinde und Rahmenbedingungen eines Objekts recherchieren, jede Aussage mit Quelle. Und warum es keine Preise und keine Personen recherchiert.

- Kategorie: KI-Werkzeuge nach Branche
- Autor: Robert Schröder
- Letzte Prüfung: 2026-09-23
- Basis: SAITS-Eigentext · Perplexity Help Center (Enterprise, Datenerhebung), Perplexity API-Dokumentation, Stand September 2026
- URL: https://saits.ai/wissen/perplexity-fuer-makler

Wofür Perplexity im Maklerbüro taugt: Lage, Gemeinde und Rahmenbedingungen eines Objekts recherchieren, jede Aussage mit Quelle. Und warum es keine Preise und keine Personen recherchiert.

## 01 Kurz gesagt

Perplexity ist ein Recherchewerkzeug. Es sucht im öffentlichen Web, fasst zusammen und nennt zu jeder Aussage die Seite, auf die es sich stützt. Im Maklerbüro passt das zur Vorbereitung auf ein Objekt: Was ist in der Gemeinde geplant, welche Schulen und Verbindungen gibt es, welche Regeln gelten beim Verkauf in diesem Kanton. Die Recherche ersetzt keinen Blick in die Quelle. Preise, Bewertungen und Recherchen über Interessenten gehören nicht dazu.

## 02 Warum Recherche im Maklerbüro Zeit kostet

Ein Käufer fragt nicht nur nach der Wohnung. Er fragt, ob neben dem Haus gebaut wird, wie weit die nächste Primarschule ist, ob die Gemeinde ihre Steuern senkt oder erhöht. Die Antworten stehen verteilt auf Gemeindewebsites, in amtlichen Publikationen, in Zeitungsartikeln. Wer ein Objekt in einer fremden Gemeinde übernimmt, sucht sie jedes Mal neu zusammen. Die Zeitfresser im Umfeld von Exposé und Unterlagen stehen in [Die fünf Zeitfresser bei Maklern](/wissen/zeitfresser-makler).

Perplexity steht nicht im [Vergleich von Claude, ChatGPT, Copilot und Mistral](/wissen/vergleich-claude-chatgpt-copilot-mistral), weil es eine andere Aufgabe hat. Die vier dort lesen und schreiben mit Ihren Unterlagen. Perplexity sucht im Web, was ausserhalb Ihrer Unterlagen steht.

Wie gut das klappt, hängt an der Gemeinde. Perplexity sucht zuerst, liest die Treffer und schreibt dann die Antwort. Über eine Stadt mit ausführlicher Website, Planungsportal und Lokalpresse findet es viel. Über ein Dorf mit einer Gemeindeseite, die zweimal im Jahr aktualisiert wird, wenig. Für Objekte auf dem Land bleibt das Telefon mit der Gemeindeschreiberin der schnellere Weg.

## 03 Aufgabe 1: das Lagedossier vorbereiten

Für ein neues Objekt stellt Perplexity zusammen, was sich öffentlich über die Umgebung finden lässt: Anbindung an den öffentlichen Verkehr, Schulen und Kindergärten, Einkauf, Naherholung, bekannte Bauvorhaben in der Nähe. Jeder Punkt kommt mit dem Link zur Quelle, etwa zur Seite der Gemeinde oder des Verkehrsverbunds. Der Makler hat damit vor der ersten Besichtigung einen Überblick und weiss, wo er nachschauen muss.

Die Grenze: Eine Quelle zu nennen heisst nicht, dass sie stimmt oder aktuell ist. Eine Gemeindeseite von vor drei Jahren, ein veralteter Fahrplan, eine Zeitungsnotiz über ein Projekt, das längst abgesagt wurde. Was ins Exposé kommt, prüft der Makler in der Quelle selbst.

## 04 Aufgabe 2: geplante Vorhaben rund um das Objekt

Die Frage, die Käufer am meisten beunruhigt: Wird nebenan gebaut? Öffentliche Planauflagen, Baugesuche und Zonenplanänderungen publizieren Gemeinden und Kantone, oft in amtlichen Blättern oder auf der Gemeindewebsite. Perplexity sucht danach und listet, was es findet, mit Datum und Link. Über die Schnittstelle lässt sich die Suche auf bestimmte Seiten beschränken, etwa auf die Website der Gemeinde und das kantonale Amtsblatt.

Die Grenze: Nicht jede Gemeinde publiziert alles so, dass eine Websuche es findet, und manche Publikationen sind nur kurz online. Kein Treffer heisst nicht, dass nichts geplant ist. Für eine Zusage an einen Käufer fragt der Makler beim Bauamt nach.

## 05 Aufgabe 3: Regeln rund um den Verkauf nachschlagen

Handänderungssteuer, Grundstückgewinnsteuer, die Pflichten bei einem Verkauf an Personen im Ausland, die Regeln zum Vorkaufsrecht: Vieles davon ist kantonal verschieden, in Deutschland je nach Bundesland. Perplexity findet die einschlägigen Seiten der Behörden und fasst zusammen, was dort steht, mit Link. Das ist eine schnelle erste Orientierung, wenn ein Makler ein Objekt in einem Kanton verkauft, in dem er selten arbeitet.

Die Grenze: Eine Zusammenfassung aus dem Web ist keine Rechtsauskunft. Wenn ein Käufer eine verbindliche Antwort braucht, gehört die Frage an das Grundbuchamt, das Steueramt oder den Notar.

## 06 Aufgabe 4: die Antwort an den Interessenten belegen

Interessenten fragen nach der Umgebung, oft schriftlich und nach der Besichtigung. Mit dem Lagedossier aus Aufgabe 1 beantwortet der Makler die Frage mit einem Link auf die Quelle: Schulweg auf der Seite der Gemeinde, Fahrplan beim Verkehrsbetrieb. Das ist ehrlicher als „ruhige Lage mit guter Anbindung“ und schützt den Makler, wenn sich etwas ändert.

Die Grenze: Perplexity schreibt den Entwurf nicht an den Interessenten. Die Korrespondenz entsteht im Workflow mit einem Modell, das für Entwürfe gemacht ist, und geht erst nach der Durchsicht des Maklers hinaus.

## 07 Wo Perplexity im Maklerbüro nichts verloren hat

Beim Preis. Perplexity findet Angebotspreise auf Portalen, soweit sie öffentlich sind, aber keine Transaktionspreise. Ein Angebotspreis ist, was jemand verlangt, nicht was jemand bezahlt hat. Eine Preiseinschätzung daraus wäre eine Vermutung mit Quellenangabe.

Bei Personen. Wer ist der Interessent, was verdient er, wo arbeitet er? Solche Recherchen über Kunden bauen wir nicht. Sie sind datenschutzrechtlich heikel und für den Verkauf nicht nötig.

Bei den Objektunterlagen. Reglemente, Protokolle und Mietverträge liegen nicht im Web. Die liest ein Modell, das die Fundstelle in Ihren Dokumenten nennt, siehe [Claude für Immobilienmakler](/wissen/claude-fuer-makler).

Bei Portalen und Daten hinter einem Login. Was nur für angemeldete Nutzer sichtbar ist, findet eine Websuche nicht.

## 08 Datenstandort: was in der Suchanfrage steht

Bei Perplexity geht nicht ein Dokument an den Anbieter, sondern eine Frage. Die Frage selbst kann aber verraten, was diskret bleiben soll: die Adresse eines Objekts, das noch nicht auf dem Markt ist, der Name eines Eigentümers. Wir formulieren die Recherche deshalb über die Umgebung, nicht über das Objekt, und lassen Namen weg.

Perplexity AI hat seinen Sitz in den USA. Was das rechtlich bedeutet, steht in [US-Anbieter und Datenstandort](/wissen/datenstandort-und-us-anbieter). Für private Konten der Pläne Free, Pro und Max gilt nach Perplexity: Die Einstellung „AI data retention“ ist standardmässig eingeschaltet, dann werden Anfragen zur Verbesserung der Modelle verwendet. Wer sie ausschaltet, schliesst künftige Anfragen aus. Bei Enterprise-Konten werden die Daten nach Angaben von Perplexity nicht zum Training verwendet.

## 09 Was der Betrieb voraussetzt

- **Ein Firmenkonto** statt privater Konten, oder die Schnittstelle in einem Workflow.
- **Eine Liste der Quellen**, auf die sich das Büro stützt: Gemeinden, Kantone, Verkehrsverbünde. Damit lässt sich die Suche über die Schnittstelle eingrenzen.
- **Eine Regel für Objekte vor der Vermarktung**: Adressen und Eigentümer gehören nicht in Suchanfragen.
- **Die Prüfung jeder Quelle**, bevor eine Aussage im Exposé oder in einer Antwort steht.
- **Eine interne Richtlinie**, welche Werkzeuge für was benutzt werden. Eine Vorlage steht in [Was in eine interne KI-Richtlinie gehört](/wissen/ki-richtlinie-vorlage).

## 10 Perplexity im Ablauf des Maklerbüros

Wird ein neues Objekt im CRM angelegt, stösst der Workflow die Lagerecherche über die Schnittstelle von Perplexity an. Die Antwort kommt mit den Links zu den Quellen zurück und landet als Lagedossier im Objekt. Der Makler prüft die Links und übernimmt, was stimmt. Das ist ein Baustein der Exposé-Aufbereitung auf [KI für Immobilienmakler](/branchen/makler). Womit wir solche Abläufe bauen, steht in [Was ist n8n](/wissen/was-ist-n8n).

## 11 Was beim Makler bleibt

Wie er die Lage beschreibt und was er einem Käufer zusichert. Perplexity findet die Quellen, der Makler kennt die Strasse.

## 12 Häufige Fragen

### Kann Perplexity den Marktwert eines Objekts schätzen?

Nein. Es hat keine Transaktionsdaten, nur öffentlich sichtbare Angebote. Die Bewertung bleibt beim Makler oder beim Schätzer.

### Was ist der Unterschied zu einer normalen Google-Suche?

Perplexity liest die Treffer und fasst sie zusammen, mit Link zu jeder Aussage. Die Quelle anklicken und prüfen muss man trotzdem.

### Findet Perplexity alle Baugesuche in der Nachbarschaft?

Nicht verlässlich. Es findet, was öffentlich und auffindbar publiziert ist. Für eine Zusage an Käufer fragt man beim Bauamt.

### Dürfen wir Perplexity mit privaten Konten nutzen?

Für Recherchen ohne Kundendaten ist das Risiko klein. Die Einstellung zur Datenverwendung sollte trotzdem ausgeschaltet sein, und Adressen noch nicht vermarkteter Objekte gehören nicht hinein.

## Quellen

- Perplexity Help Center: [Data Collection at Perplexity](https://www.perplexity.ai/help-center/en/articles/11564572-data-collection-at-perplexity)
- Perplexity: [How Perplexity Enterprise Pro Keeps Your Data Secure](https://www.perplexity.ai/hub/blog/how-perplexity-enterprise-pro-keeps-your-data-secure)
- Perplexity API: [Search Domain Filter](https://docs.perplexity.ai/guides/search-domain-filters)
- Perplexity: [Privacy Notice](https://www.perplexity.ai/hub/legal/privacy-notice)
